Pädagogisches Konzept

Miteinander Hand in Hand

Hände können stützen und begleiten, aber man kann sie auch loslassen, um Freiräume zu schaffen. Eine ausgestreckte Hand kann ermutigen, beruhigen und Sicherheit geben.
Wir wünschen uns, dass sich alle Kinder, und ihre Eltern in unserer Großtagespflege Mischka wohl und willkommen fühlen.

Unser Leitgedanke

Mit diesem Konzept möchten wir Ihnen die personellen und räumlichen Gegebenheiten, und nicht zuletzt die Schwerpunkte und pädagogischen Ziele unserer Arbeit vorstellen.

Konzeptionelle Arbeit entwickelt sich ständig weiter. Unser vorliegendes Groß-tagespflegekonzept greift Bewährtes auf, enthält aber auch zukunftsorientierte Vorstellungen für unsere pädagogische Arbeit.

In der Großtagespflege Mischka wollen wir Hand in Hand einen Weg mit Eltern und Kindern gehen.

Der Schwerpunkt unserer Großtagespflege soll dabei die musikalische Früherziehung sein:
Im Wege der musikalischen Früherziehung ist es möglich, Kindern bereits eine erhebliche musikalische Vorbildung zu verschaffen, bevor sie mit einer formalen musikalischen Ausbildung beginnen und etwa ein Instrument erlernen.
Musikalität beruht zwar einerseits auf einer besonderen Begabung, und Fortgeschrittene kommen auch nicht ohne kognitive Erkenntnisse und Fähigkeiten aus. Andererseits beruht sie in weiten Bereichen auf Fähigkeiten und Fertigkeiten im psychomotorischen Bereich. Diese lassen sich bereits auf den frühesten Entwicklungsstufen anlegen oder fördern und sind auch für andere Lebensbereiche nützlich.
Welche Erfolge sich mit einer derartigen frühen Immersion in eine musikalisch geprägte Umgebung erzielen lassen, deuten die Extrembeispiele von Wunderkindern wie Wolfgang Amadeus Mozart an. Musik kann darüber hinaus eine therapeutische Funktion für Eltern und Kinder wahrnehmen.
Unser Angebot orientiert sich an den konkreten Bedürfnissen der Familien, so entlasten wir Eltern und Familien und unterstützen sie im Alltag.

Unser Team gestaltet die Situation in Mischka so, dass die Kinder sich in der Einrichtung sicher, geborgen und wohl fühlen. Um so beruhigter und entspannter können Eltern ihre Kinder uns anvertrauen und sich ihrer Arbeit zuwenden.

1. Wer sind wir?

Für die Betreuung der Kinder steht ein festes Team zur Verfügung:

Frau Galyna Samsonova
• seit 2011 geprüfte Erzieherin
• seit 2006 als zertifizierte Tagesmutter tätig, die Erlaubnis zur Kindertagespflege gemäß §43 SGB VIII wurde im September 2006 durch JA der Stadt München ausgestellt.
• Schwerpunkt meiner Arbeit mit den Kindern ist Musikalische Früherziehung. Die Musik ist international. Auch wenn Kinder eine Sprache noch nicht beherrschen, so nehmen sie Rhythmus und Melodie von Liedern sehr schnell auf. Rhythmische Bewegungen unterstützen diesen Prozess. Die Kinder können sich hieran orientieren, sie sind vollständig in die Gruppenaktivität integriert. Auch werden sie für den Rhythmus und die Betonung der Zweitsprache sensibilisiert, die in Liedern und Versen besonders deutlich sind.

Frau Kerstin Hille 
• seit 2011 als zertifizierte Tagesmutter tätig, die Erlaubnis zur Kindertagespflege gemäß §43 SGB VIII wurde im September 2012 durch JA der Stadt München ausgestellt. Zuletzt arbeitete ich als Kinderpflegerin in einer Kinderkrippe.

Schwerpunkt in der Arbeit mit den Kindern ist die spielerische Sprachförderung.
Wie auch jeden Dienstag als Projekt: Büchervorstellung und die Besprechung mit den Kindern im Morgenkreis.

Das Ziel der Sprachförderung für Kinder alle Kinder gleich:
Die Erweiterung der sprachlichen Fähigkeiten als Ausgangsbasis für den späteren Schulerfolg und eine größtmögliche Chancengleichheit aller Kinder sollen erreicht werden.

2. Unsere Ziele für die pädagogische Arbeit

2.1. Bild vom Kind

“Du hast das Recht genauso geachtet zu werden, wie ein Erwachsener. Du hast das Recht, so zu sein, wie Du bist. Du musst Dich nicht verstellen und so sein, wie die Erwachsenen das wollen. Du hast das Recht auf den heutigen Tag. Jeder Tag Deines Lebens gehört Dir, keinem sonst. Du, Kind, wirst nicht erst Mensch, Du bist Mensch. (Janusz Korezak)“

Die Kinder haben das Recht:

- auf Achtung, auf Hilfe und Unterstützung
- auf Mitsprache und eigene Meinung
- auf stille Ecken, um allein zu sein
- auf das Entdecken und Ausleben der eigenen Phantasie
- auf die Möglichkeit, zu forschen und eigene Erfahrungen zu sammeln
- auf Kindsein
- auf das eigene Entwicklungstempo.

Bei uns haben die Kinder interessante und vielfältige Lernangebote und Entwicklungschancen.

2.2. Basiskompetenzen der Kinder

2.2.1. Lebenspraktischer Bereich
Die Kinder sollen in ihrem täglichen Tun spielerisch lebenspraktische Erfahrungen sammeln. Die Freispielzeit ist dafür sehr wichtig. Das Kind kann frei nach seinen eigenen Impulsen entscheiden, Dinge tun, die ihm Kraft und Freude, auch Selbstbewusstsein vermitteln. Es übt sich in Entscheidungen, in der Selbstbehauptung, aber auch im Anpassen, im Erkennen eigener Wünsche und Fähigkeiten, im Erproben von Verhaltensweisen und vieles andere mehr. Im Mischka werden die Kinder als eigenständige Persönlichkeiten wahrgenommen und akzeptiert.

2.2.2. Personale Kompetenzen der Kinder
Die Kinder sollen ein positives Bild von sich selbst entwickeln und stolz auf eigene Leistungen und Fähigkeiten sein. Damit die Kinder ihre Persönlichkeit entwickeln können, nehmen wir sie mit ihren Wünschen und Bedürfnissen ernst und unterstützen sie in ihrem eigenen Tun. Wir geben Ihnen die Möglichkeit, ihre eigenen Grenzen zu erfahren und unterstützen sie, damit umzugehen. Als Orientierungshilfe sind ebenfalls klare Regeln notwendig.

Es ist uns wichtig, durch genügend Zeit, Raumgestaltung, Materialangebot und Unterstützung dem Spielbedürfnis der Kinder gerecht zu werden.

Durch genügend Freiräume für selbständiges Handeln und Mitbestimmung lernen die Kinder, auf ihre eigenen Fähigkeiten zu vertrauen und Aufgaben sowie Konflikte selbständig zu lösen.
Wir ermutigen und bestärken die Kinder, sich in den Großtagespflegealltag mit einzubringen und sich u.a. an gemeinsam aufgestellte Regeln zu halten, z.B. beim Zubereiten des Frühstücksbuffets, beim Aufräumen, und beim Einhalten von Tischsitten. Um sich entfalten zu können, benötigen Kinder eine vertrauensvolle, freundliche Atmosphäre.

Die Zeit für Gespräche und gemeinsames Spielen innerhalb der Familien wird immer weniger. Zudem lässt ein teilweise intensiver Medienkonsum menschliche Nähe, Werte, die Freude an Bewegung, Tradition, den Kontakt zur Natur in den Hindergrund treten. Schule und Gesellschaft klagen zunehmend über die Sprach- und Bewegungsarmut von Kindern. Diese Entwicklungen nehmen wir wahr und berücksichtigen sie in unserer Pädagogik.
Wir sorgen für Kontinuität. So können sich dauerhafte und verlässliche Beziehungen entwickeln.

2.2.3. Basiskompetenzen
Alle Kinder bringen einen Grundschatz an Kompetenzen mit. Diese werden in unserem Kindergarten aufgegriffen und gefördert. Das Tempo für die Entwicklung des Kindes bei der wir es begleiten und durch gezielte Impulse unterstützen, bestimmt das Kind selbst. Dieser kontinuierliche Prozess baut auf unterschiedlich vorhandene Kompetenzen auf und bedingt verschiedene Schwerpunktsetzungen in den Anforderungen bezüglich des Alters.

2.2.4. Motivation
Kinder sollen Selbstvertrauen aufbauen, dass sie selbständig Probleme erkennen und einschätzen und Lösungen entwickeln können. Dabei werden Konzentration, Ausdauer und Durchhaltevermögen gefördert. Wir unterstützen die Kinder und ermutigen sie zu eigener Initiative.

2.2.5. Kognitive Kompetenz
Die Kinder benutzen alle Sinne, um ihre Umwelt differenziert wahrzunehmen und zu begreifen. Deshalb haben sie bei uns ein reiches Erlebnisfeld, damit sie Merkmale wie Größen, Farben, Formen, Gewichte und Temperaturen unterscheiden lernen.
Durch das Lernen und Wiederholen von Liedern, Spielen und Geschichten, schulen wir die Konzentration und das Gedächtnis.

2.2.6. Physische Kompetenz
Die Kinder werden zunehmend fähig, selbst für ihr körperliches Wohl zu sorgen. In der Freispielzeit haben die Kinder sowohl in der Bewegungsrunde, als auch auf dem Spielplatz die Möglichkeit, ihren Bewegungsdrang auszuleben, Geschicklichkeit zu entwickeln und Körperbeherrschung zu lernen.

2.2.7. Soziale Kompetenz
Kinder können Beziehungen zu anderen Personen aufbauen und finden ihren Platz in der Gemeinschaft. Dazu ist es erforderlich, dass sie Einfühlungsvermögen und Verständnis für ihr Gegenüber sowie Rücksichtnahme und Hilfsbereitschaft entwickeln. Wir achten darauf, dass im täglichen Miteinander Gesprächsregeln wie z. B. angemessener Ton, ausreden lassen, zuhören und nachfragen, eingehalten werden. Die Kinder sind in der Lage, gemeinsam etwas zu planen und durchzuführen. Dabei erlernen sie Konfliktfähigkeit und Kompromissbereitschaft, sowie bei Konflikten anderer Kinder zu vermitteln.

2.2.8. Emotionale Kompetenz
Die Kinder lernen Gefühle wie Freude, Wut, Begeisterung, Angst, Traurigkeit bei sich und anderen wahrzunehmen und damit umzugehen. Wir akzeptieren die Gefühle der Kinder und gehen darauf ein. Dies geschieht sowohl bei gezielten Beschäftigungen als auch im Freispiel. Wir sprechen mit den Kindern über ihre Gefühle und unterstützen sie dabei, mit diesen umzugehen. Als Verarbeitungshilfen dienen z.B. Märchen, Rollenspiele, Musik, malen, Bewegung .

2.2.9. Lernkompetenz
Kinder lernen von Geburt an durch das eigene Tun. Es ist uns wichtig, dass sie spielerisch im lebenspraktischen und kognitiven Bereich ihre Erfahrungen sammeln können und in den pädagogischen Alltag miteinbezogen werden. Sowohl im Freispiel wie auch in angeleiteten Beschäftigungen erfahren die Kinder durch Experimentieren, Erforschen, Entdecken und Spielen mit verschiedenen Materialien ein Lernen durch ganzheitliches Erleben und Erfahren. Dafür stellen wir ihnen Zeit, Raum und Material zur Verfügung. Kinder lernen durch Anleitung sowie durch Versuch und Irrtum und verfestigen das Gelernte durch Wiederholung. Wir unterstützen und ermutigen die Kinder und geben ihnen Zutrauen zu ihrem eigenen Können. Sie erfahren, dass Lernen Spaß macht.

3. Bildungsinhalte

3.1. Gesundheits / Hygieneerziehung

Gesundheitliche Bildung und Erziehung gehören bei uns zum täglichen Ablauf der Tagespflege. Wir halten die Kinder dazu an, grundlegende Hygienemaßnahmen selbständig auszuführen z.B. Sauberkeitstraining, Händewaschen, Zähneputzen.
Die Kinder lernen, wie wichtig Hygiene zur Vermeidung von Krankheiten ist.

Wir legen großen Wert auf ausgewogene und gesunde Ernährung und berücksichtigen religiöse und ethnische Gepflogenheiten sowie Allergien und persönliche Geschmäcker. Darum ist es uns wichtig, dass die Kinder eine abwechslungsreiche Brotzeit mitbringen und genügend trinken. Die Eltern werden gebeten, bei der Auswahl der Kindergartenbrotzeit dies zu berücksichtigen und auf Süßigkeiten und süße Getränke zu verzichten!

3.2. Vorlesen

Lange bevor Babys Worte oder Bilder begreifen, können sie vom Vorlesen eines Buches profitieren. Schon im frühesten Alter kann so auf das Lesen lernen vorbereitet werden. Ob auf dem Schoß, auf dem Boden oder beim Einschlafen. Babys und Kleinkinder lernen bei uns frühzeitig Bücher und Geschichten zu schätzen.

3.3. Sinneseindrücke

Bei Mischka entdecken Kinder durch altersentsprechende Spiele und Anregungen Oberflächenbeschaffenheiten, Farben, Muster, Formen, Geruch, Geschmack und Gewicht.

3.4. Kognitive Erfahrungen

Kinder entdecken die Durchsichtigkeit von Objekten und räumlichen Zusammenhängen. Sie lernen Dinge zu klassifizieren und sammeln.

In einfachen Experimenten vermitteln wir das Prinzip von Ursache und Wirkung und fördern die Fähigkeiten, die benötigt werden um Probleme zu lösen.

3.5. Sprache

Wir sprechen viel mit den Kindern, sowohl individuell als auch in der Gruppe. Wir machen Lese- und Sprachspiele und entdecken Musik, Reime und Geräusche.

Im Mischka bieten wir den Eltern und Kindern zudem eine bilinguale Sprachförderung (Deutsch, Russisch ) an. Außerdem haben unsere Kinder die Möglichkeit russische Folklore, Märchen und Lieder kennen zu lernen.

4. Unsere Räumlichkeiten, ein Platz zum Wachsen

Auf einer Gesamtfläche von 150 m2 bietet Mischka den Kindern ausreichend Bewegungs- und Ruhemöglichkeiten und eine reichhaltige Lernumgebung mit altersgerechten Lerncentern, die darauf ausgerichtet sind, Lernerfahrungen zu maximieren.

5. Umsetzung in die Praxis

Wir haben uns zum Ziel gemacht, familienergänzend zu arbeiten. Die Kinder sind deshalb altersgemischt ab der neunten Woche bis zu drei Jahre alt, und teilweise auch darüber hinaus. Es besteht die Möglichkeit die Kinder länger in der Großtagespflege zu betreuen, falls kein Kindergartenplatz zur Verfügung steht.

Zwischen dem Team und den Eltern besteht ein reger und vertrauensvoller Informationsaustausch, so dass

• die Eltern ständig über das Geschehen im Mischka auf dem Laufenden sind
• die Eltern an Entscheidungen der Einrichtung beteiligt sind
• wir über die familiäre Situation von Kindern und Eltern informiert sind

5.1. Eingewöhnung

Die Eingewöhnung ist die wichtigste Phase in der Kinderbetreuung. In der Eingewöhnungzeit sollte das Kind unbedingt die Gelegenheit haben, sich allmählich und im Beisein einer Bindungsperson mit der Betreuerin, den anderen Kindern und der neuen Umgebung vertraut zu machen. Dieser sanfte Beginn ist von großer Bedeutung für den weiteren Verlauf der Betreuung.

Die Eltern und die Betreuerinnen haben die Aufgabe, das Kind in dieser Zeit zu unterstützen. Dafür wird viel Engagement und Zeiteinsatz von ihnen verlangt. Allerdings gelingt es den Kindern leichter, Vertrauen zu einer neuen Person zu entwickeln, wenn dies in Anwesenheit der Mutter oder der Vaters geschieht. Sie brauchen diese Person als „sichere Basis“, bei der sie Zuflucht und Trost suchen können, wenn sie sich überfordert fühlen.

5.1.1 Jedes Kind ist anders!
• Bei den meisten Kindern dauert die Eingewöhnung etwa 14 Tage. Je nach Alter, Temperament und Vorerfahrungen des Kindes sind manchmal auch 4 Wochen erforderlich oder auch bereits 3 Tage ausreichend.
• Da Eltern aber nicht genau wissen können, wie ihr Kind sich verhält, sollte eine Eingewöhnungzeit von 4 Wochen eingeplant werden.
Wichtig ist,
- dass nach der Eingewöhnung nicht wieder eine Zeit ohne Großtagespflege folgt.
- dass sich Personen nicht abwechseln, sondern das Kind stets von der gleichen Person begleitet wird. Nur so kann eine Kontinuität in den Abläufen und Gesprächen erreicht werden, die dem Kind Sicherheit vermitteln.
- Dass wir mit der Eingewöhnung erst beginnen, wenn vorher alle wichtigen Fragen mit den Eltern besprochen wurden. Beide Seiten sollen überzeugt sein, dass gute Voraussetzungen für ein Gelingen der Eingewöhnung bestehen.

5.1.2 Wie können die Eltern ihr Kind bei der Eingewöhnung unterstützen?
• Die Eltern sollen immer daran denken, ein immer gleiches „Übergangsobjekt“ - einen Schnuller, eine Teeflasche, ein Lieblingstuch, oder einen Lieblingsteddy - in die Großtagespflege mitzunehmen und dem Kind dazulassen, wenn sie gehen. Dem Kind hilft dies, die Trennung zu verkraften. Der vertraute Gegenstand stellt die Verbindung zu der Mutter und seinem Zuhause her.
• Die Mutter soll sich vom Kind verabschieden, und sagen wann sie wieder kommt, wenn sie fortgeht. Ein Ausdehnen des Abschieds ist nicht ratsam.
• Die Eingewöhnungszeit sollte möglichst nicht mit besonderen Ereignissen in der eigenen Familie zusammenfallen, die Unruhe und Veränderungen mit sich bringen (z. B. Einschulung eines Geschwisterkindes, Umzug).
• Die Eingewöhnungsphase ist beendet, wenn sich das Kind von der Betreuerin trösten lässt und wenn es ihr gegenüber ein ausgeprägtes Bindungsverhalten zeigt. Dennoch kann es vorkommen, dass das Kind weint, wenn die Mutter sich verabschiedet, die Betreuerin wird schnell beruhigen, auch wenn sein Wunsch nicht erfüllt werden kann. Die Mutter kann ihr Kind beruhigt in der Großtagespflege lassen. Es wird dort interessante Stunden mit der Betreuerin und den anderen Kindern verbringen.

5.2. Ernährung

Sämtliche Mahlzeiten werden täglich frisch zubereitet. Außerdem gewährleistet die Zubereitung des Essens mit Gemüse und Obst der jeweiligen Saison, die wünschenswerte Qualität der zu verarbeitende Produkte. Das Süßen mit Zucker wird vermieden. Genutzt wird die natürliche Süße von Obst. Die Ernährung im ersten Lebensjahr ist salzlos, später salzarm.

Das gemeinsame Essen ist wichtig, da die Kinder noch viel Unterstützung brauchen und zum Teil noch gefüttert werden müssen.

5.3. Ruhezeit

Jedes Kind hat seinen bestimmten Schlafplatz (Bettchen oder Matratze), sein eigenes Kuscheltier, Decke, Kissen, Schnuller o.ä. Dies ist wichtig, um den Kindern ein Gefühl von Geborgenheit und Sicherheit zu geben. Bei den jüngsten Kindern ergeben sich hinsichtlich der Schlafzeiten größere Zeitspannen, da auf ihren individuellen Rhythmus Rücksicht genommen wird.

6. Ziele und Formen der Zusammenarbeit

Unser Ziel ist es, ein einheitliches Konzept zu schaffen, um den Kindern ein durchschaubares, klares Handeln anzubieten. Dazu ist eine gut funktionierende, sich ergänzende Arbeit notwendig. Wir bemühen uns um Offenheit, Reflexion und Akzeptanz.

Teambesprechungen finden einmal wöchentlich statt, da in unserem Fall das Team klein ist, steht einem täglichen Gedankenaustausch über das Gruppengeschehen ohnehin nichts im Wege.

6.1. Informationen für alle Eltern

…hängen wir am „Schwarzen Brett“ aus.

6.2. Elternabende

Rückblick, Vorschau auf Planung, Themen und Terminabklärungen.

6.3. Elterngespräche

Nach individueller Absprache mit den Eltern jedes Kindes findet ein Elterngespräch statt.
Die Tagesbetreuungspersonen geben Überblick über das Kind in der Gruppe, den individuellen Entwicklungstand, teilen Beobachtungen sowie Fortschritte, Besonderheiten oder Probleme mit. Die Eltern teilen Zustand, Situation und Verhalten von zu Hause mit.

6.4. Ärztliche Betreuung

Erkrankt ein Kind im Laufe des Tages, so werden umgehend die Eltern verständigt, damit das Kind so bald als möglich abgeholt werden kann. Im akuten Krankheitsfall wird der jeweilige Kinderarzt des Kindes angerufen, bzw. der ärztliche Kindernotarzt in Anspruch genommen.

Erkrankungen, Gabe von Medikamenten

Bei Erkrankungen ist die pädagogische Fachkraft unverzüglich über die Art und Dauer zu unterrichten. Gleiches gilt für ansteckende Krankheiten in der Familie. Kinder müssen mindestens 24 Stunden fieberfrei und Durchfallfrei sein bevor sie die Einrichtung wieder besuchen dürfen.

Die Betreuer/innen geben grundsätzlich keine Medikamente, insbesondere keine Antibiotika.
Im Einzelfall sind auf Wunsch der Personensorgeberechtigten Ausnahmen z.B. bei chronischen Erkrankungen möglich.

Die Verabreichung der Medikamente muss schriftlich mit den Personensorgeberechtigten vereinbart werden. Die Eltern übernehmen die volle Verantwortung für die Wirkung des jeweiligen Medikaments.

Die Tagesbetreuungspersonen haben einen Erste-Hilfe-Kurs für Säuglinge und Kleinkinder belegt.

Verpflichtungen der Personensorgeberechtigten

Vor Betreuungsbeginn sind von den Personensorgeberechtigten folgende Leistungen und Nachweise zu erbringen:

a) Kopie des Impfpasses und ggf. des Allergiepasses (um in Notfällen die
notwendigen Informationen über Impfung, Allergie etc. bereit zu haben).

b) Attest eines Kinderarztes, welches die Unbedenklichkeit der Aufnahme
bescheinigt. Das Attest darf nicht länger als vier Wochen vor der
Übernahme der Betreuung ausgestellt worden sein.


8. Was uns besonders wichtig ist

1. Hygiene!

Bitte bringen Sie für Ihr Kind ein eigenes Handtuch, einweg Wickelunterlagen, Windeln, Zahnbürste mit Zahnpasta, evtl. ein eigenes Schlafsack sowie Wechselkleidung mit.

2. Rücksichtnahme!

Bitte bringen Sie keine kranken Kinder in die Großtagespflege! Auch wenn das Kind „etwas erhöhte Temperatur hat“ oder noch nicht ganz gesund ist nach einer Krankheit: lasst das Kind lieber einen Tag länger zu Hause – dafür sparen Sie sich wochenlange Krankheit der anderen Kindern und der Betreuungspersonal!

3. Pünktlichkeit!

Kinder sollen Pünktlich abgeholt werden. Wenn das Kind aus irgendeinem Grund nicht kommen kann, so bitten wir um frühestmöglichste Benachrichtigung.


„Die Schule der Kinder und der Erwachsenen muss vor allem eine Schule der Menschlichkeit sein, ein Platz, an dem Wertschätzung erlernt und Meinungen aktiv ausgetauscht werden. Ein Ort, an dem sich Erwachsene und Kinder jeden Morgen voller Freude wieder treffen, miteinander sprechen, diskutieren, handeln und darüber reflektieren. So entdecken Erwachsene und Kinder den Reichtum sich unentwegt verändernder Beziehungen, die ein Gegengewicht zu Passivität und Ritualität sind.“

Loris Malaguzzi

"Es ist nicht nur wichtig, dass ein Kind diese oder jene Entwicklungsphase erreicht, sondern ebenso wichtig für seine Entwicklung ist, dass es selbständig, mit seiner aktiven Mitwirkung zu den einzelnen Stufen seiner Entwicklung gelangt. Jeder Schritt den das Kind selbständig macht, erleichtert den nächsten."

Emmi Pikler

Ihr Tagespflegeteam